Die Situation der Frauen in Südafrika

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Durch die Entdeckung von Diamanten, Gold und weiteren Bodenschätze erfuhr Südafrika in den letzten Jahrzehnten einen rapiden Wirtschaftsaufschwung und wird mittlerweile zu den Staaten der ersten Welt gezählt. Doch wenn man den Blick abseits der Metropolen wie Kapstadt schweifen lässt, findet man erschreckende, dritte Welt ähnliche Situationen wie zu Zeiten der Apartheid vor, die von Kriminalität, Korruption und AIDS geprägt sind. Es zeigt wie so oft, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung eines Landes nicht auch automatisch eine bessere Situation für die ärmere Bevölkerung bedeutet.

Unveränderte Rollenverhältnisse

Die südafrikanische Regierung hat zwar in den letzten Jahren zahlreiche soziale Leistungen wie Altersrente, einen staatlichen Gesundheitsdienst, Behindertenunterstützung und eine Arbeitslosenversicherung eingeführt, die jedoch aus banalen Gründen scheitern: Rund 50% der Bevölkerung lebt in Armut, wovon wiederum 70% auf dem Land lebt. Da die ländliche Infrastruktur miserabel ist, kommt ein Großteil der Bedürftigen überhaupt nicht dazu, soziale Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Ausgehend von dieser Situation kann man in der schwarzen, ländlichen Bevölkerung von nahezu unveränderten Rollenverhältnissen sprechen: Der Mann wird zwar nicht mehr durch Kontraktarbeiten von weißen Großgrundbesitzern ausgebeutet, hat jedoch weiterhin die Rolle des Familienernährers. Die Frau muss sich also weiterhin der Kindererziehung und den restlichen unbezahlten Arbeiten in der Familie, ohne nennenswerte Unterstützung durch den Mann, widmen. Ähnliches ist bei Frauen aus Polen zu beobachten.

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